Auf dem Markt gibt es viele Wärmedämmstoffe, die sich in ihren physikalischen und mechanischen Eigenschaften, ihren Wärmedämmparametern, ihrer Haltbarkeit, ihrer Qualität und natürlich ihrem Preis unterscheiden. Wie können wir einfach und effektiv herausfinden, welcher Stoff für unser Projekt am besten geeignet ist? Wie können wir verschiedene Wärmedämmstoffe schnell und objektiv vergleichen?
Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir dieses Ziel definieren. Dazu müssen wir einige Fragen beantworten.
Zunächst müssen wir überlegen, ob wir erwarten, dass unser Gebäude die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Wärmedämmung erfüllt, oder ob wir maximale Dämmparameter durch die Schaffung eines passiven oder energieeffizienten Gebäudes erreichen wollen. Je höher unsere Anforderungen an die thermischen Eigenschaften einer Trennwand oder der gesamten Konstruktion sind, desto mehr Aufmerksamkeit müssen wir Eigenschaften wie Wärmeleitfähigkeit, Wärmewiderstand und Haltbarkeit des Dämmstoffs widmen.
Bei der Auswahl der Dämmung ist zu beachten, dass einer der größten Feinde der Wärmedämmung Wasser ist. Daher muss besonders darauf geachtet werden, inwieweit unser Gebäude oder seine Konstruktionselemente Feuchtigkeit und Wasser ausgesetzt sind. Dieser Parameter muss bei der Auswahl der Wärmedämmung für Fundamente, Terrassen oder Balkone oder Fußböden in Badezimmern, Saunen und Schwimmbädern berücksichtigt werden. Es lohnt sich auch, ein weniger saugfähiges Material in Betracht zu ziehen, wenn sich unser Haus oder Gebäude in der Nähe eines Stausees, Flusses oder Meeres befindet.
Bei der Wärmedämmung von Fußböden, Decken und Fundamenten ist ein Parameter wie die Druckfestigkeit des Materials von großer Bedeutung.

Bei der Wärmedämmung der Außenwände unseres Gebäudes lohnt es sich, bewährte und zertifizierte Materialien und Systemlösungen zu verwenden, wobei sowohl das Material selbst als auch dessen korrekte Installation und anschließende Wartung von großer Bedeutung sind. Wände sind in der Regel die größte zu dämmende Fläche, und minderwertige Materialien sowie Fehler bei der Installation der Dämmschicht können zu hohen Reparaturkosten, dem Verlust der Garantie oder einer geringen Wirksamkeit der Wärmedämmung führen. Die wichtigsten Parameter sind hier die Stabilität des Materials und seine Wärmedämmeigenschaften.
Bei der Dachdämmung sollten wir auf die Dachkonstruktion (flach oder geneigt) achten und darauf, ob sie Teil des Nutzraums ist oder nicht. Darüber hinaus ist jedes Dach ständiger Feuchtigkeit, Luft und Sonneneinstrahlung sowie starken Temperaturschwankungen im Laufe des Tages ausgesetzt. Das bedeutet, dass das für die Dämmung verwendete Material hohe Dämmparameter aufweisen muss, die sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Temperaturen unverändert bleiben. Für die Dämmung von Dächern und Decken sollten Materialien verwendet werden, die bei Einwirkung von Feuer und hohen Temperaturen nicht tropfen. Es lohnt sich auch, ein leichteres Material zu wählen, um die Belastung der Wände und Fundamente zu verringern.

Ein Flachdach wird von außen gedämmt, wobei neben einer hohen Dämmleistung und Wasserbeständigkeit auch eine hohe Festigkeit des Dämmstoffs sehr wichtig ist. Bei einem Schrägdach hingegen ist eine einfache Verlegung des Dämmstoffs und die Möglichkeit, ihn zwischen den Sparren zu platzieren und die Wärmedämmung genau an die Dachform anzupassen, von großer Bedeutung.
In bestimmten Situationen, beispielsweise bei der Dämmung von Dachböden, lohnt es sich, eine Dämmung zu wählen, die für Nagetiere, insbesondere Marder und Ratten, weniger attraktiv ist.
Bei der Verwendung von Wärmedämmung von innen lohnt es sich, nach einem Material zu suchen, das auf Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) getestet wurde. Auch andere Materialien für die Innenausstattung unserer Häuser sollten solche Tests durchlaufen haben, die saubere und gesunde Luft in unserem Zuhause garantieren.

